Der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine will den Sozialdemokraten den Rücken kehren. Er könne die rot-grüne „Politik des Sozialabbaus“ nicht länger vertreten. Es wird damit gerechnet, dass er nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen der neuen Links-Partei Arbeit und soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative beitritt.
Lafontaine galt lange als der Hoffnungsträger der SPD. Er selbst sieht jedoch nach einem tiefgreifenden Zerwürfnis mit der Berliner SPD-Spitze für sich keine Zukunft mehr in dieser Partei.
Die Parteiführung in Berlin hat darauf bereits reagiert. SPD-Parteichef Franz Müntefering kommentierte die Aussagen Lafontaines mit den Worten: „Reisende soll man nicht aufhalten.“